Ein Tibetisches Kloster mitten in SchottlandA tibetian monastery in the middle of Scotland

Eskdalemuir, klingt nach einem Ort aus einer alten keltischen Sage. Hier in der Abgeschiedenheit nahe dem Dorf Eskdalemuir, in einem kargen Tal, liegt das Tibetisch-Buddhistische Kloster Kagyu Samye Ling (siehe unter Links). 1967 wurde dieses Kloster von Dr. Akong Tulko Rinpoche unter der Fuehrung von Lama Yeshe Losal Rinpoche, gegründet. Heute ist es nicht nur ein Kloster, es ist ein Ort in dem auch weltliche Personen am buddhistischen Klosterleben für eine Weile teilnehmen können, ähnlich einem römisch-katholischen Kloster welches, Meditationstage anbietet.

Kagyu Samye Ling Kloster in Eskdalemuir

Kagyu Samye Ling Kloster in Eskdalemuir

Zwei Mönche huschen in ihren purpurroten Kutten ?ber den Hof zum Tempel. Der Regen prasselt auf das Dach und der Wind singt ständig andere Melodien. Die gleiche Szenerie könnte sich irgendwo im tibetischen Hochland abspielen. Es begegnen einem Männer und Frauen jeglichen Alters. Einige von ihnen sind kahl geschoren (wie wir später erfahren, sind dies die Nonnen und Mönche des Klosters), manche davon mit tibetischen Zügen. Die meisten der Besucher bleiben ein bis zwei Wochen zum Meditieren.

Eskdalemuir Budistischer Tempel

Eskdalemuir Budistischer Tempel

Wir stellen uns bei George, einem jungen Mann so um die Mitte dreißig, vor. Er ist der Administrator und hält die Fäden in dieser „religiösen Kommune“ zusammen. Wir machen einen Deal mit George. Wir arbeiten, er gibt uns freie Verpflegung und Unterkunft, wobei wir natürlich lieber in unserem eigenem „Rolling Home“ übernachten. Für den darauffolgenden Tag bestellt uns George um 9:00 Uhr in sein Büro. Er zeigt uns unsere Aufgaben für die nächsten Tage. Tägliche Reinigung des Speisesaals nach dem Frühstück, inklusive Bodenwischen und Fensterputzen. Am Nachmittag steht dann noch ein zusätzlicher Raum zum Reinigen an. Meist sind wir gegen 14:00 Uhr mit unseren Arbeiten fertig und haben noch genügend Zeit für uns selbst. Wir können aber auch jederzeit die Arbeit unterbrechen und an den angekündigten Meditationen im Tempel teilnehmen.

...Raimunds erster Arbeitseinsatz

...Raimunds erster Arbeitseinsatz

Sollten uns die Schreie der beiden Pfaue des Klosters nicht schon vor Sonnenaufgang geweckt haben, werden wir spätestens durch die dumpfen Gongschläge eines Mönches geweckt, die er unweit unseres VW-Buses ausführt und welche die allmorgendliche Meditation (Gebet) ankündigt. Eine „Messe“ im Buddhismus läuft folgendermaßen ab: Die Schuhe werden beim Betreten des Tempels ausgezogen. Der Tempel selbst ist beheizt und wirklich warm, anders als bei uns in den Kirchen. Am Fußboden befinden sich Sitzkissen auf denen jeder nach seiner eigenen Variante Platz nimmt, die meisten jedoch im einfachen Yogasitz. Vor den Sitzkissen stehen kleine Bodentische auf denen man „Gebetsbücher“ legen könnte. Beim Betreten des Lamas (buddhistischer Priester) drehen sich die Gläubigen in seine Richtung und folgen ihm mit gebeugtem Haupt und einem Wa (der buddhistische Gruß, indem man die Hände faltet und diese zum Gesicht führt. Umso höher im Gesicht das Wa ausgeführt wird, umso mehr zeugt es von Respekt dem anderen gegenüber) seinen Weg zum „Altar“. Der Altar im Buddhismus ist nicht ein eigentlicher Altar. Vielmehr ist es ein erhöhter Sitz in dem der Lama Platz nimmt mit dem Gesicht zu seiner „Gemeinde“. Der Lama fällt zusammen mit den Gläubigen in eine Art Singsang ein. Für unsere Ohren hört es sich an, als ob eine kurze Aneinanderreihung verschiedener Laute immer wiederholt würde um den Gläubigen auf die Meditation – die eigentliche „Messe“ – vorzubereiten. Nach ca. 5 Minuten ertönt ein Schlag auf dem Gong vom Lama selbst ausgeführt und die „Gemeinde“ verfällt in eine einstündige Meditation. Im Buddhismus ist man der Ansicht, dass nur durch das Schweigen, das Nachdenken an sich wahre Erleuchtung und Frieden gefunden werden kann. Nach dem Prinzip „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Irgendwie ist da was Wahres dran. Nach dieser Stunde lässt der Lama dann wieder seinen Gong erklingen und die „Gemeinde“ endet mit einem „Schlussgesang/gebet“. Der Lama erhebt sich und die Gläubigen folgen ihm wieder in gebeugter Haltung mit dem Wa in Richtung Ausgang. Auch die Gläubigen erheben sich und jeder geht wieder seiner Arbeit nach.
Frühstück gibt es bereits um 6:00 Uhr. Vor Betreten des Speisesaales muss jeder seine Schuhe ausziehen. Wir haben nichts dagegen, denn schließlich sind wir es, die später den Boden reinigen müssen. Die Küche kocht vegetarisch/vegan und uns ist aufgefallen, dass keiner während der drei Essenszeiten Flüssigkeit zu sich nimmt. Selbst beim Frühstück gibt es keinen Tee oder Kaffee. Dafür rennen alle den ganzen Tag mit Teetassen umher. Diesen gibt es gratis im Haupthaus soviel man trinken kann.
In Eskdalemuir werden fast alle Arbeiten selbst ausgeführt. Dem Kloster sind eine Gärtnerei, eine Schreinerei und eine Steinmetzwerkstatt angegliedert. Auch eine kleine Farm ist unweit des Klosters Unser VW-Bus in dem wir „wohnen“ steht nur ein paar Schritte neben Gyamtso`s Werkstaat . Gyamtso ist Mönch und hat in seinen jungen Jahren in Tibet die Kunst des Steinmetzhandwerks erlernt. In seiner Werkstaat zeigt er uns welche Techniken er anwendet und an welchen Objekten er gerade arbeitet.

GYAMTSO, tibetischer Moench mit Michaela

GYAMTSO, tibetischer Moench mit Michaela

Diese Ungezwungenheit und der nette Umgang der Menschen miteinander begeistern uns. Nun, welche Götter auch immer für das Wetter zuständig sind, sie erhören uns einfach nicht. Nach tagelangen Regenschauern, Temperatursturz und Ausfall unserer Standheizung in der letzten Nacht, beschließen wir in Richtung Küste aufzubrechen wo wir uns ein etwas besseres Wetter erhoffen.

Bis auf bald
Raimund und Michaela
Eskdalemuir, sounds like a place in an old Celtic saga. Here in the seclusion, in the near of the village Eskdalemuir, the Tibetian- Buddhist monastery with the name Kagyu-Samye Ling (see links) is situated. The monastery was founded in 1967 by Dr. Akong Tulko Rinpoche under the guidance of Lama Yeshe Losal Rinpochean. Today it is not just a monastery, but a place in which people can come, to join the monastery life for a while similar to a roman-catholic monastery where you can go to attend meditation days.

Kagyu Samye Ling Kloster in Eskdalemuir

Kagyu Samye Ling Kloster in Eskdalemuir


Monastery Kagyu Samye Ling

Two monks with there red habits walk over the courtyard towards the temple. The rain drums on the roof and the wind sings it’s different melodies. The same scene could happen in the Tibetan highland. We meet women and men in all different ages. Some of them are bare headed (later we get to know that this are the nuns and monks of the monastery)and some you can easily recognize come from Tibet itself. Most of the visitors stay here for one or two weeks meditation.

Eskdalemuir Budistischer Tempel

Eskdalemuir Budistischer Tempel


Buddhist temple

We introduce ourselves to George, a young man in his mid 30th. He is the administrator and organize everything in this small „religious community“. We make a deal with George. We work and therefore we get food and accommodation for free; but we prefer to stay in our „home, sweet home”. For the following day, George asks us to be at his office at 9 am. He shows us our next days works which is: Cleaning of the restaurant after breakfast, inclusive wiping the floor and window cleaning. In the afternoon there is mostly another room to be done. All in all we are usually ready about 2 pm, which gives us still enough time for ourselves. But if we feel, that we would like to attend one of the meditations in the temple, offered during the whole day, we are more then welcome to attend them and stop our work in the meantime.

...Raimunds erster Arbeitseinsatz

...Raimunds erster Arbeitseinsatz


our first work

In case the screams of the two peacocks, owned by the monastery, have not already woken us up in the morning, the gong done of one of the monks to announce the morning meditation (prayer), will do. A “mass” in the Buddhism is done like following: First you have to put off your shoes before entering the temple. The temple itself is heated and it is really warm, different then the churches in Germany. On the floor you find pillows to sit on everybody in his own variety, but mostly in the simple yoga-seat. In front of the pillows are situated small tables, where one could place his „prayer book“. As the Lama enters the temple the faithful are turning towards him with leaned forward heads and a Wa (the Buddhist greeting, you fold your hands and lead them to your face, so more respect you have so higher it will be) following his way to a kind of „altar“. The altar in Buddhism is not an actual altar like we know it from the roman-catholic way. It is a increased seat, where the Lama sits faced to the believers. The Lama now starts a kind of singing with the believers. For our ears it sounds like different notes are repeated for about 5 minutes, to get everybody into meditation. After the five minutes the Lama hit’s the gong and everybody starts their one hour long meditation. The Buddhist have the opinion, that just through meditation it is possible to get the real inspiration and peace. After the principal, a German proverb: “To speak is like silver, to be silent like gold”. Somehow it is true! After this hour you hear again the sound of the gong and the Lama and the believers are ending with a „prayer“. The Lama leaves the temple and the believers follow him again with their head down and the Wa direction exit.

Breakfast is already at 6 am. Before you enter the dining room, everybody have to take off their shoes. We do find that great, since we are in charge to clean afterwards the floor. The kitchen is cooking vegetarian/vegan and we recognised that nobody is drinking while eating. Even in the morning there is no tea or coffee. On the other side, everybody is going round the whole day with a cup of tea in their hands, which you can get for free in the main building.
In Eskdalemuir nearly all works are done by themselves. The monastery has a nursery, a carpenter-workshop and a stonemason-workshop. Even a small farm is to be found on the ground. Our VW-Bus in which we “live” is next to Gyamtso´s workshop. Gyamtso is as well a monk and did become a stonemason during his youth in Tibet. In his workshop he shows us the techniques he uses and on which objects he is working on.

GYAMTSO, tibetischer Moench mit Michaela

GYAMTSO, tibetischer Moench mit Michaela


Gyamtso, Tibetan monk and Michaela

We are fascinated about the casualness and the way how people get along with each other in peace.
Well, whoever of the goddess is responsible for the weather, they did not listen to us. After endless rainy days, fall in temperature and in the end our stationary heating which was not working anymore, we decided, to leave and go towards the coast where we hoped to get better weather.
Till next time Raimund and Michaela

Route: Cornwall Wales – „Von einer Prinzessin, Lämmer und Teewasser“ Route: Cornwall Wales – „From a Princess, Lambs and Tea water“

Camilla Parker Bowles möchte gerne als zukünftige Gemahlin von Prinz Charles den Titel „Princess of Wales“ tragen, obwohl kein einziges Mitglied des Königshauses Grundbesitz in Wales hat. Die Waliser sind entsetzt.
Dies sind die Schlagzeilen des heutigen Tages. Wir überqueren gerade die Severn Road Bridge, die den Autobahnverkehr in respektabler Höhe über das Meer, zwischen England und Wales führt. Willkommen in Wales!

Die Festung von Caernarfon

Die Festung von Caernarfon

Wales mit seinen knapp 3 Millionen Einwohnern ist ein uraltes Volk und sie verstanden es in wunderbarer Weise im wechselvollen Verlauf der Geschichte ihre Identität zu bewahren. Vor allem im Norden und Westen sprechen neben dem Englischen ca. 75 % der Einwohner noch heute die alte keltische Sprache cymreag. Für uns sind die meisten Wörter reinste Zungenbrecher. Alle Hinweisschilder im öffentlichen Leben sowie die Verkehrsschilder sind zweisprachig ausgeschildert.

Cymraeg, eine alte keltische Sprache

Cymraeg, eine alte keltische Sprache

Nach einigen Tagen wild Campen ist wieder mal Duschen angesagt. Wir fahren auf einen Campingplatz, der zu einem Bauernhof gehört. In der Zeit in welcher ich den Standplatz einrichte, verschwindet Michaela in einer Scheune. Nach einer Weile kommt sie mit grinsendem Gesicht, die Mundwinkel bis zu den „Ohrwascheln“ angeschlagen zurück und berichtet mir, wie sie soeben bei der Geburt eines Lammes dabei sein durfte.

... ueberall Laemmer, Laemmer, Laemmer

... ueberall Laemmer, Laemmer, Laemmer

Zum Abendbrot bleibt die Küche heute kalt aus gutem Grund. Es gibt in Olivenöl eingelegten Bärlauch, den wir bereits vor einer Woche in Cornwall gesammelt haben. Pur aufs Brot – ein Genuß!
Die nächsten Tage nehmen wir uns vor, alle drei Nationalparks zu besuchen. Wir reisen von Ost nach West und von Süd nach Nord. Unsere Nachtquartiere sind meistens in Strandnähe oder abseits in den entlegensten Winkeln der Berge. Am Sonntag morgen dann passierte es. „Das Teewasser wollte nicht in die Thermoskanne“. Zum Frühstück gibt es wie immer Britain-like Tee. Als das Wasser kocht will Michaela dieses in die Thermoskanne auf die Tea-bags gießen. Doch irgendwie geht einiges daneben und sie bricht den Vorgang ab. Nun versuche ich mein Glück. In dem Moment als ich den Topf bereits angehoben habe und das Wasser eingießen will, gleitet mir die Griffzange des Topfes aus der Hand und das siedendheiße Wasser ergießt sich über Michaelas rechten Knöchel und die Zehen des linken Fußes. Sie gerät in Panik und schreit vor Schmerz. Reflexartig öffne ich den 10 Liter Wasserkanister, der zufällig neben mir steht und schütte den gesamten Inhalt über Michaelas Füße. Was als nächstes? Wir behandeln die betroffenen Stellen mit Rescuesalbe (Bachblüten) und Michaela gibt sich selbst Reiki. Aber die Schmerzen kommen schubartig immer wieder und so suchen wir eine Apotheke auf, welche uns ein Erste Hilfe Spray bei Verbrennungen verkauft. Doch trotzdem wollen die Schmerzen einfach nicht nachlassen und ich fülle einen Eimer mit kaltem Wasser, in dem Michaelas Füße abkühlen können. Sobald die Füße im Wasser stehen, lässt der Schmerz augenblicklich nach. Urplötzlicher Gedankeneinfall von Michaela „die Leute behandelten früher Verbrennungen mit Quark“. Also auf zum Quark kaufen. Da am Sonntag in Großbritannien die großen Supermarktketten geöffnet haben, ist dies kein Problem. Es gibt keinen Quark bzw. die Briten kennen keinen Quark. So kaufen wir Joghurt und Frischkäse. Anschließend verpacken wir Michaelas Füße in Geschirrtücher welche mit feinem Naturjoghurt gefüllt sind. Eine Linderung mit dem Heilmittel „Joghurt“ tritt sofort ein; auch Brandblasen die sich mittlerweile gebildet haben, gehen erstaunlich schnell zurück. Gegen Spätnachmittag folgt noch einmal dieselbe Prozedur, diesmal jedoch mit einer halben Packung Frischkäse. Die andere halbe Packung gibt es zum Abendbrot. Yammi! Als dann die Sonne noch rauskommt und wir sogar im Freien vor dem Bus sitzen und den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten können, ist die Welt wieder in Ordnung.

...in den Bergen von Wales

...in den Bergen von Wales

Dank unserer beider sorgfältigen Pflege ließen Michaelas Schmerzen bald nach und die verbrühte Haut heilte erstaunlich schnell. So konnten wir nach vier Tagen schon wieder kleine Wanderungen durch die wunderbare Bergwelt von Wales unternehmen.
Im nächsten Tagebucheintrag erzählen wir Euch von Tibet in Schottland.Camilla Parker Bowles would like to have the titel of „Princess of Wales“ as the intended of Prince Charles and this, even nobody of the house of Buckingham has an estate in Wales. The Welsh are horrified!
This is the headline of today’s papers. We pass the Severn Road Bridge, which leads the motorway traffic in respectable height over the sea, between England and Wales. Welcome to Wales!
(see picture in German Version) Caste of Caernarfon
Wales with about 3 millions inhabitants is a very old nation and they understood it perfectly to keep their identity during the lots of changes in history. Especially in the North and West about 75 % of the population still speak apart from English the old Celtic language: cymreag. For us most of the words are tongue-twister. All signs in public and all traffic signs are bilingual.

Caste of Caernarfon

Caste of Caernarfon

Wales with about 3 millions inhabitants is a very old nation and they understood it perfectly to keep their identity during the lots of changes in history. Especially in the North and West about 75 % of the population still speak apart from English the old Celtic language: cymreag. For us most of the words are tongue-twister. All signs in public and all traffic signs are bilingual.

cymreag, an old Celtic language

cymreag, an old Celtic language

After a few days of wild camping, it was time again for a shower. We drive to a campground which is part of a farm. In the time where I fix our standing location, Michaela goes to the nearby barn. After a while she comes back with a smile from one ear to the other and tells me, how she just been a witness of the birth of a newborn lamb.

…wherever you go, lambs, lambs, lambs

…wherever you go, lambs, lambs, lambs

For dinner we do not cook and that’s for a good reason. We have Bären-Lauch (Latin name is Allium ursinum), a wild garlic marinated in olive oil. We eat it pure on bread – it is a delicacy!
The next days we want to visit all three national parks. We travel from east to west and south to north. Over night we stay either next to a beach or in the wildness of the mountain range. On a Sunday morning it happened. „The water for the tea did not want to be in the thermos jug”. For breakfast we have tea, like usual, the British way. As the water boils, Michaela want to poor it over the tea-bags in the thermos jug. But somehow it doesn’t work and the water is more on the floor then in the thermos jug. So she stops. Now it is my turn. At this moment I pick up the pot and want to poor it, the pliers of the pot fall out of my hand and the boiling water is all over Michaela’s right ankle and the toes of her left feet. She panics and screames in pain. In a kind of reflex I open the 10 l water can and poor it all over Michaela’s feet. What next? We treat the burned parts with rescue cream (Bachblüten – original flower remedies) and Michaela treats herself with Reiki. But the pain is coming back so we go to a pharmacy which sells us a First aid spray. But still the pain will not stop, so I fill a bucket with cold water in which Michaela places her feet. Immediately the pain stops. Suddenly Michaela has an idea: „people in earlier times treated burned skin with soft curd cheese“. So we will buy it. Since in Great Britain the big supermarkets are as well open on Sundays, no problem to get it. But the British do not have soft curd cheese like we know it from Germany. But Yoghurt and cream cheese will do it. We pack Michaela’s feet in tea towels filled with fine yoghurt. It is a immediate relief with the healing method “Yoghurt” even the blisters, which showed already are getting smaller. In the afternoon we repeat the treatment, this time with half of the cream cheese. The other half we have for dinner. Yummy! As then the sun comes out and we can sit in front of our bus and watching the sunset over the sea, the world is back to normal.

…the mountains of Wales

…the mountains of Wales

Thanks to our lot of care to the feet of Michaela the burned skin is healing quite quick. So after four days we could already do some easy hikes in the wonderful mountain range of Wales.
In our next travel journal we will tell you about Tibet in Scotland.

Route: Pfreimd, Bayern – Luxembourg – Belgien – Frankreich – Großbritannien, Dover – CornwallRoute: Pfreimd, Bavaria – Luxembourg – Belgium – France, Calais – Great Britain, Dover – Cornwall

Wie wir Euch schon mitgeteilt haben, fuhren wir am 18. März 2005 los.
Den ganzen Tag über verbrachten wir damit die restlichen Kisten zu verstauen und die restlichen Dinge in den schon lange abfahrtbereiten Bus zu laden.
21.00 Uhr: Wir haben es geschafft. Ein letztes Mal rollen wir aus dem Hof in Pfreimd. Dieses Mal ist es anders. Ein letzter Blick zurück, dann nach vorne. Wir schauen uns beide an. Wir lachen, wir weinen, Raimund dreht die Musik auf (unser Lied von Haindling „Umlaufbahn“), ich drehe das Fenster runter und schreie. Ein unbeschreibliches Gefühl empfinden wir. Ein Gefühl der wirklich grenzenlosen Freiheit. Was werden wir erleben, wie wird es uns gehen, wird es so sein wie wir es uns vorgestellt haben, wird das Leben anders werden? Tausend Fragen tausend Gefühle gehen durch meinen Kopf. Ich frage Raimund: „Wie geht es Dir, was fühlst Du?“ „Im Moment fühle ich mich leer“. Irgendwo hat Raimund recht. Leere und trotzdem Zufriedenheit. All die Monate der Vorbereitungen, all die kleinen und größeren Probleme. Vergangenheit !
Zur Abfahrt bereit!!!
Wir fahren los Richtung – Nordwesten! Über Frankfurt – Trier – Luxembourg – Belgien (ein kurzer Abstecher nach Brugge – ich weiß ich kenne es schon fast in- und auswendig von meinen Touren, aber ich möchte es gerne Raimund zeigen) – Frankreich, Calais. Hier der erste unfreiwillige Stop. Es ist 11.00 Uhr. Auf dem Industrie- und Hafengebiet in Frankreich wird gestreikt – Auskunft: Wahrscheinlich nur heute. Also ausharren. Dann sehen wir ein Auto welches nicht wieder Richtung Ausfahrt fährt. Und noch eines und wieder eines. Wir also wieder zum Infoschalter. Zwischenzeitlich schon 18.00 Uhr. Ja in 30 Minuten geht eine Fähre nach Dover. Wir also wieder zurück zum Verkaufsschalter. 18.10 Uhr. Vor uns noch zwei Personen am Schalter. 18.15 Uhr. Geschafft, wir haben die Karten. Rein in den Bus, rüber zum Einchecken. Es scheint als ob die Strecke bis zum Check in endlos ist. Dann Passkontrolle Frankreich. Zweite Passkontrolle der Briten. 18.20 Uhr. Ein britischer Zöllner winkt uns raus. „Bitte machen sie mal den Bus hinten auf.“ Auch das noch! Er sieht mit der Taschenlampe hierhin und dorthin. Dann ein freundliches „Have a good trip“ 18.25 Uhr. Endlich, wir sind der letzte PKW der auf das Schiff fährt. Das Hafengelände rund um das Schiff ist hermetisch mit einer 100schaft von Polizisten abgesperrt. Was ist denn hier los? Endlich wir sind auf dem Schiff, mittlerweile schon 18.35 Uhr. Gespenstisch, das Schiff ist fast Menschen-/ Autoleer. Wir erfahren, dass dies heute das erste und einzige Schiff ist, welches den Hafen von Calais „beladen“ verlässt. Da hatten wir ja Glück! Die Anwesenheit der Hundertschaft von Polizisten ist wegen der Sicherheit der Streikbrecher geordert worden. Eineinhalb Stunden später sind wir in Dover. Inzwischen schon dunkel, legen wir uns direkt am Strand auf einen Parkplatz in unserem Bus schlafen. Am nächsten Tag fahren wir über die Küstenstraße Richtung Cornwall.

Unterwegs nach Cornwall

Unterwegs nach Cornwall

Die Ostertage führen uns kreuz und quer durch die wunderschöne Landschaft in Cornwall. Märzenbecher, Rhododendron und Camellienbüsche in voller Blüte, Primeln sowie der erste Ginster. Das Wetter ist sonnig bis gut durchgemischtes englisches Wetter. Regen nur gelegentlich. Wir genießen unser neues Leben in vollen Zügen. Gehen spazieren wenn uns danach ist, lesen, schreiben oder tun einfach gar nichts und blicken aufs Meer. Versuchen zur Ruhe zu kommen und das alte Leben hinter uns zu lassen.

...zeitlos

...zeitlos

Überdies freunden wir uns mit unserem neuen Leben an, besser gesagt mit den Dingen welches unser neues Leben mit sich bringt. Zum Beispiel Kochen: Im Bus zu kochen muss wohl durchdacht sein, jeder Schritt wohl überlegt. Sämtliche Kochutensilien müssen mehr oder weniger zuerst um einen herumverteilt werden, zum einen aus Platzmangel zum anderen weil alles so exakt in die jeweiligen Schubläden und Kästen eingeschlichtet ist, dass wenn man einen Topf braucht, somit auch alle anderen aus dem Kasten genommen werden müssen. Eine ziemliche Umstellung und immenser Zeitaufwand, von der wir aber reichlich haben. Mit den Tagen und Wochen werden wir mit Sicherheit das für uns beste System herausgefunden haben. Ebenso freunden wir uns mit den wenigen technischen Einrichtungen unseres Buses an. Allen voran der Kühlschrank welcher auf drei verschiedene Arten betrieben werden kann. Mit Batterie während der Fahrt, mit Elektrizität auf dem Campingplatz und mit Gas wenn man mehr oder weniger irgendwo in der „Pampa“ steht. Mit Gas zu kochen ist klasse; allerdings den Kühlschrank mit Gas betreiben eine Umstellung. Auch wenn selbstverständlich eine Lüftung eingebaut ist – Gas riecht!

Einer von hunderten von Cornishen Gaerten

Einer von hunderten von Cornishen Gaerten

Übrigens für alle von Euch, welche uns eine E-mail geschrieben aber noch keine Antwort bekommen haben, wir haben etwas Probleme unsere E-mails abzurufen. Das Problem wie wir an unsere Post kommen info@windrose-unterwegs.com sollte aber hoffentlich bald behoben sein. Bitte NICHT mehr an Mark-Meissner@t-online.de, da kommen wir überhaupt nicht mehr ran!!!!!!!!

Weiter zu unseren bisherigen Erlebnissen:
Wer Cornwall besucht, sollte nicht verpassen einmal einen typischen Cream tea zu probieren. Was ist das? Anstatt des bekannten 5 o´clock tea, zu welchem Sandwiches und Biskuites gereicht werden, hat man hier den geliebten Tee mit Milch und dazu Scones, clotted cream und Erdbeermarmelade. Für meine Begriffe schmeckt dies himmlisch, zumindest für einmal probieren, währenddessen es für Raimunds Geschmack zu fettig ist. Dieser Cream Tea wird überall in Cornwall angeboten, die besten und zugleich außergewöhnlich liebevoll arrangierten bekommt man aber auf dem Land, fernab von fast jedem Tourismus. Da sieht man dann Schilder an der Straße: Farm – Cream Tea.

Fischer von Marazion

Fischer von Marazion

Nachdem wir einen dieser wunderbaren Cream teas getrunken/ gegessen hatten, kam am Abend – als wir nach einem schönen Stellplatz zum Schlafen suchten – das nächste Highlight. Leider gibt es in Cornwall nicht sonderlich viele schöne Stellplätze, aber nicht mangels schöner Plätze. Der Grund dafür liegt an der hohen Bevölkerungsdichte und zusätzlich noch jede Menge Tourismus. Somit sieht man dann an den wenigen schönen Plätzen sofort diese für uns schrecklichen Schilder „No overnight parking“. Unweigerlich wird man dadurch auf Campingplätze gelotst, die für uns mit der Zeit zu teuer sind. Eine Nacht für ca. 15 Euro Standplatzgebühr. Also zurück zu unserem Highlight. Wir fanden ein wunderschönes Plätzchen über den Klippen bei Church Cove (liegt auf der Halbinsel von Lizard) wo wir mit unserem Bus stehen konnten. Völlig abgeschieden. Außer den teilweise meterhohen Wellen welche an die Klippen brandeten, kein einziges Geräusch. Nur wir und die Gewalt der Natur. Zwei Tage verbrachen wir dort und genossen jeden Augenblick davon. Danach ging es nach Helston wo wir leider einen nicht geplanten zweitägigen Stop einlegen mussten. Die Lichtmaschine unseres Buses war defekt. Doch wir hatten Glück im Unglück. Zwei Minuten Fußweg entfernt lag eine Werkstatt, in welcher der Schaden behoben wurde. Da dies jedoch nicht mehr am selben Tag zu reparieren war, weil die neue Lichtmaschine erst geordert werden musste, nächtigten wir in dieser Nacht auf dem Gelände der Werkstatt zwischen Autowracks und leeren Öltonnen!! Die Zeit in der wir warten mussten, nutzen wir dann eben um diesen Eintrag fürs Reisetagebuch fertig zu stellen und unsere E-mails abzuholen. Leider funktionierte letzteres dann doch nicht wie Ihr inzwischen wisst. Aber was soll es, wir haben ja alle Zeit der Welt und Probleme sind da um sie zu lösen. Nun das wars fürs erste von uns.
Wir wünschen Euch allen
„Gelassenheit, welche man braucht um ein Problem anzusehen
und das nötige Quentchen Glück um es zu lösen.“
We already told you that we have started our journey on the 18th of March.
The whole day we packed the last things, which should be stored in Pfreimd, as well then the last things going into the bus – which was ready to go quiet a while.
9 pm: We managed it all!
The very last time our bus is going down the street through the town of Pfreimd (where Raimunds parents live). This time everything is different. A last look back, then into the future. We both look to each other, we laugh, cry, Raimund is turning on the music (our song from Haindling: Umlaufbahn – orbit), I open the window and do shout out loud. What a feeling – indescribable! A feeling of liberty. What will we be expecting, how will it be, will it be like we dreamed about. Thousands of questions, thousands of feelings are going through my mind. I ask Raimund: “How are you, what kind of feeling have do you have? “I feel like an empty bottle” Somehow Raimund is right. A mental vaccum and nevertheless satisfaction. All the month of preparations, the small and bigger problems. That´s now history.
We are ready to go!
We start to drive direction North-West. Over Frankfurt – Trier – Luxembourg – Belgium (short break in Bruges – well it´s true that I know Bruges more or less already by heart – but I wanted to show it to Raimund) – France. Here we had the first compulsory stop. It is 11 am. On the industrial port and the docks of Calais/France the Dockers are on strike. Information we got: Most likely just today. So we have to wait. Then we see a car, which is not driving back direction exit. Another one and another one. We straight back to the information. “Yes there will be a ferry going over to Dover at 6.30 pm” Meantime it is already 6 pm. Back again to the ticket office. 6.10 pm. In front of us two people. 6.15 pm. We made it, with the ticket in our pocket we run back to the bus, jump in and up we go direction check in counter. It seems that the check in is miles and miles away. Passport control of France, second passport control of the British. 6.20 pm. A costumes officer ask us to open the bus. O no, not know! With a flashlight he looks over here and over there. Then a friendly “Have a good trip”. Up we go, time 6.25 pm. Finely we are the last car to go on the ferry. The docks around the ferry are closed by the hundred of police officers for security for the strike-breakers. 6.35 pm. We are on! The ferry itself is nearly empty. Once on board we get the information, that this is the first and only ferry going over to Dover today. How lucky we are!
1 ½ hours later we are in Dover. Meantime it is already dark and we spot out for a place to sleep. At the beachside on a parking lot we do find the right place. The next day we drive along the coastline direction Cornwall.

on the road in Cornwall

on the road in Cornwall

Over eastern we drive criss cross through Cornwall which is blooming beautifully: Camellias, Rhododendron, daffodils, primroses as well then broom. The weather is sunny and well mixed English. Sometimes a bit of rain. We do enjoy our new life. We go for a walk when we feel like it, read, write or simply do nothing and look out to the sea. We try to chill down and leave our old life behind.

chill down

chill down

Moreover we get used to our new life or better to say with the things, which our new life brings with it. For example cooking: To cook in a small bus like we have, you first have to arrange nearly all of your cooking equipment around yourself. Every step should be carefully thought out, before starting. Once you have placed the pan on the oven and you figure that you would need that spice, pan or any other cooking equipment which is placed just underneath, it could get a bit of a chaos. But with the days and weeks I guess we well be experts in it.
Certainly with the technical equipment in the bus you have to get used to. The fridge works in three ways. With the battery during driving, with electricity on a campground and with gas when you park somewhere out in the nature. Gas is something you really have to get used to it. Even if there is installed a ventilation – gas smells.

one of the thousend Cornish gardens

one of the thousend Cornish gardens

By the way for all of you send us an email and did not get an answer jet, we have problems to collect our emails. The problem, how we get to our mails (info@windrose-unterwegs.com) should be solved very soon. Please do NOT send to our previous address Mark-Meissner@t-online.de, which we can not get at all anymore!!!!

Going further with our experiences: Whoever would like to visit one time Cornwall, should not miss out on a typical Cornish cream tea. What is that all about? Instead of the well known English 5 o´clock tea, where one get served tea, biscuits and sandwiches, you will get tea with scones and strawberry jam and clotted cream. For my opinion it tastes delicious at least for one time, but to Raimunds taste, it is to fat. You find cream teas all over Cornwall, but the best ones are to be found on the countryside, when you see a sign: Farm – cream tea.

Fisher in Marazion

Fisher in Marazion

Another highlight was waiting for us in the evening, as we searched for a good place to sleep. Unfortunately here in Cornwall there are not many of them. Not because there are not enough beautiful places, but due to the fact, that here is a lot of tourism and the density of the population is quiet high, other then campgrounds, there are nearly no places to be found. And if so, then there are signs” No overnight parking” to make sure you go on to the next campground; which are quiet expensive with the time for people like us (about 15 Euro per night).
Back to our highlight: Above the cliffs near Mullion (that’s´ on the Peninsula of Lizard) we found a beautiful spot to park overnight and even longer. Apart from the breakers against the cliffs, there was no other noise to be heard. Just we two and the power of nature. Two days we stood there and enjoyed every single moment of it. After that we travelled on to Helston, where we unfortunately had a breakdown with our bus. The alternator broke down. But we were still lucky in our misfortune. Just a two minutes walk from where it happened, there was a garage. They worked it out for us, but it could not be done the same day, so we had a two day break in Helston. The night we could stay right across the garage for which we were grateful even if it was not as nice as on the cliffs. This time our neighbours were car wrecks. The time we had to wait we used for preparing this journal and to collect our emails which was not working as you know by now.
But however, we have all the time in the world and problems are there to solve them.
So that was it from us for now.
We wish all of you
“Calmness, which you need to face a problem
and the necessarily bit of luck to solve it.”